Intensiv-sozialpädagogisches Wohnen "Ausblick"

Eichhorster Str. 13 | 17034 Neubrandenburg

 

Wie bieten unbegleitet, minderjährigen Ausländern (umA) in einem Betreuten Wohnen Hilfe zur Erziehung nach

  • § 27 i.V. mit § 34 SGB VIII,
  • § 34 i.V. mit § 41 SGB VIII - Hilfe für junge Volljährige und
  • § 42, § 42a SGB VIII – Inobhutnahme von ausländischen Kindern und Jugendlichen nach unbegleiteter Einreise

Kurzbeschreibung der Einrichtung

Die Betreuung und Unterstützung unbegleitet nach Deutschland gekommener, minderjähriger Ausländer aus Kriegs- und Krisengebie¬ten wie Syrien, Eritrea, Irak, Iran und Afghanistan stellen für die Kinder- und Jugendhilfe eine besondere Herausforderung dar.

Minderjährige, die ohne ihre Eltern vor Kriegshandlungen, körperlicher und sexueller Gewalt oder extremer Armut fliehen mussten, haben einen besonders großen Schutzbedarf aufgrund von Traumatisierung und lebensgefährlicher Flucht.

In unserer Einrichtung halten wir 10 Plätze für unbegleitet jugendliche Ausländer (umA) im Alter zwischen dem 8. und 18. Lebensjahr vor, die eine intensive und kontinuierliche Zuwendung und Betreuung benötigen. Nach dem Durchlaufen des Clearingprozesses und ersten vollzogenen Integrationsschritten hin zur Selbstständigkeit, bietet das Intensive Sozialpädagogische Wohnen unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen die Möglichkeit, ohne Reibungsverluste weiter an ihrer Selbständigkeit zu arbeiten.

Das intensive Betreuungsangebot hat das Ziel den individuellen Bedürfnissen und komplexen Problemlagen der unbegleitet minderjährigen Ausländer gerecht zu werden. Die Jugendlichen erhalten einen neuen Orientierungs- und Bezugsrahmen, der die Grundlage für ein späteres selbstständiges Leben ermöglicht und Vertrauen zu den menschenrechtlichen Werten, die unserer Gesellschaft zugrunde liegen, schafft. Durch die kontinuierliche Erziehungsplanung und das Zusammenwirken von gruppen- und einzelpädagogischen Maßnahmen wird ein individueller Wachstumsprozess gefördert und so eine sichere Entwicklungsbasis zu Grunde gelegt, die die Kompetenzen eines jeden einzelnen Kindes und Jugendlichen erfasst und fördert.

Einzelgespräche und Bezugserzieherarbeit sind wichtige Ankerpunkte im Entwicklungs- und Erziehungsprozess. In Einzel- und Gruppengesprächen können die Kinder und Jugendlichen über Erlebtes berichten und diese Erfahrungen lernen zu verarbeiten. Eine psychologische Begleitung in diesem Prozess wird in Kooperation von Fachkräften sichergestellt. Die Intensive Betreute Wohnform ermöglicht den Jugendlichen, eine neue Perspektive für ihr Leben aufzubauen, Stabilität und Vertrauen in ihrem Entwicklungsprozess zu erhalten und bei Bedarf auf ein Bleiberecht in Deutschland hinzuwirken.

Einrichtungsleitung

Petra Straßler-Wonn

Telefon: (0395) 45 50 67 96
Telefax: (0395) 45 50 67 97

E-Mail: petra.strassler-wonn(at)awo-nb.de